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Stolpersteine, Denkmäler und Kunst

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl der sehenswertesten historischen Orte in Erkrath und deren besondere Geschichte. Ob am Wochenende oder in den Ferien, ob Denkmal, Kirche oder Rittergut – Erkrath hat für alle etwas zu bieten.

Stolpersteine, Denkmäler und Mahnmale

 

Erinnerungskultur Stolpersteine

Der Künstler Gunther Demnig hat 2007 im Auftrag der Stadt Erkrath vier Stolpersteine zum Gedenken an Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft in Alt-Erkrath verlegt.

Standorte

Bertha Mayer
Düsselstraße 13

Otto Lukat
Rathelbecker Weg 17 

Emil Schmidt
Schlüterstraße 1 a

Alte und Behinderte Frauen des ehemaligen Sankt Josefs-Kloster
Katholische Kirche Sankt Johannes der Täufer, Kirchstraße

Peter Hupertz
Rathelbecker Weg 11

Tomasz Brzostowicz
Sedentaler Straße 18

Weitere Informationen zur Erinnerungskultur und den jährlichen Reinigungsaktionen finden Sie unter „Erinnerungskultur Stolpersteine“.

Mahnmal zum Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft

Standort: Bavierpark, Alt-Erkrath
Einweihung 08.05.2005
Ein Projekt der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Neandertal unter Leitung des Kunstlehrers Herbert Griesmann

Mahnmal im Gedenken an die Opfer beider Weltkriege

Standort: Bavierpark, Alt-Erkrath

Neben den Namen der gefallenen Krieger sind folgende Inschriften zu lesen:

Zu Ehre der gefallenen Krieger 1870 - 1871
Gesegnet sei ihr Andenken
Unseren gefallenen Söhnen 1914-1918 und 1939-1945

Friedensmal

Standort: Bavierpark, Alt-Erkrath
Einweihung am 08.05.1996
Auf Mauerteilen ist in 16 Sprachen das Wort „Frieden“ eingemeißelt. Gemeinsam mit dem dort gepflanzten Ginkgobaum, der als Überlebender der Hiroschima-Katastrophe für das Leben steht, soll dieses Mal als Zeichen der Verständigung mit der ganzen Welt dienen.

Holzkreuz

Standort: Eickener Busch, Nähe Autobahnbrücke A3
Entworfen und errichtet durch die Sankt Sebastianus Bruderschaft, geweiht am 14.09.2000 durch Erzbischof Kardinal Meisner. Das zwölf Meter hohe Holzkreuz soll Hilfestellung geben zur geistigen Orientierung und in der materiell bestimmten Zeit zurückbesinnen auf christliche Werte. Es ist von der Autobahn A3 gut sichtbar und soll allen Vorbeikommenden seinen Segen geben.

Mahnmal Verdun

Standort: Hochdahler Markt
Gedenktafel an die Schlacht bei Verdun im ersten Weltkrieg

Lokschuppen Hochdahl

Im restaurierten Lokschuppen Hochdahl stellt das Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. historisches rund um die erste Eisenbahn in Westdeutschland aus.

Im Außenbereich befindet sich eine Fahrzeugausstellung. Ergänzt durch das angeschlossene Restaurant mit Biergarten und Spielplatz ist der Lokschuppen ein beliebtes Freizeitziel. Neben den Ausstellungen des Museums finden hier wechselnde Veranstaltungen wie der Erkrather Jazzsommer, die LOKart Kunstausstellung oder ein Weihnachtsmarkt statt.

Informationen über das Eisenbahn- und Heimatmuseum sowie Veranstaltungen im Lokschuppen können Sie der Internetseite des Lokschuppens Hochdahl entnehmen.

KunsTHaus Erkrath

Der Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath e. V. ist eine Verbindung von Kunstschaffenden der verschiedensten Kunst-  und Kulturrichtungen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen.

Ein Ziel ist es, Menschen vor Ort  Kunst und Kultur näher zu bringen. Das KunsTHaus Erkrath zeigt in seinen Räumen nicht nur Werke aus dem Bereich der bildenden Kunst, sondern führt auch Lesungen und Konzerte durch. Führungen und Kunstgespräche in den Ausstellungen sollen das Verständnis und das Interesse an der Kunst fördern.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des KunsTHauses Erkrath zu finden.

Historisches Backhaus

Im Historischen Backhaus dreht sich alles um das Thema Brot. Das Backhaus wurde 1838 errichtet. Bis 1949 wurden dort für den Familienbedarf Brote gebacken und Obst getrocknet. Danach wurde es jahrelang als Abstellkammer und Schafstall genutzt. 1986 kam dem Vorsitzenden des Bergischen Geschichtsvereins die Idee, das Gebäude wieder herzurichten. Von 1989 bis 1990 wurde das Backhaus renoviert. Seitdem können Gruppen nach Anmeldung in dem Fachwerkhäuschen unter Anleitung nach alter Tradition Brot backen. So lässt sich das Praktische mit dem Angenehmen verbinden: Gemeinsam backen und genießen.

Interessierte Gruppen (bis circa 15 Personen) können sich direkt an das Historische Backhaus wenden.

Rittergut Haus Morp

Ein unter Denkmalschutz stehendes, ehemaliges Rittergut, das einst eine Wasserburg war. Es stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Später wurde es als Nonnenstift und Bauernhof genutzt. Es besitzt bis zu zwölf Meter hohe Räume in denen heute Bürolofts untergebracht sind. Der angrenzende Park steht unter Landschaftsschutz und lädt zu erholsamen Spaziergängen ein.

Die erste Erwähnung findet das Haus 1144 in einer Urkunde. Dort mit dem Namen Morafa, was etwa Moorwasser oder fließendes Wasser bedeutet. Die Endung -afa steht für Gewässer, ehemals war Haus Morp eine Wasserburg an der Düssel. Friedrich Grillo baute 1897 eine Parkanlage im englischen Stil, die heute teilweise sich selbst überlassen wird und wunderschöne Einblicke in die Vielfalt der Natur gibt.

Der geschlossene Hof der Hofanlage dient nach umfangreichen Renovierungen als Atelier. Angrenzend sind einige Parkplätze.

Die Villen Grillo, Hecker und Sack gehören ebenfalls zum Ensemble.

Stindermühle

Die Existenz der Stindermühle im Neandertal geht bis auf das 13. Jahrhundert zurück. Bis 1928 drehte sich das Mühlrad.

Die Stindermühle im naturbelassenen Landschaftsschutzgebiet des Erkrather Stinderbachtals bietet in der Umgebung idyllische Wander- und Spazierwege seit mehr als 100 Jahren. Entlang des Baches hat der Naturliebende ebenso wie der kleine Abenteurerinnen und Abenteurer viel zu entdecken: historisches Fachwerk, idyllische Streuobstwiesen, kleine Fischteiche, weidende Galloways sowie Rehe und Hirsche. Auch zum geocachen ist das Stinderbachtal ein attraktives Ziel. Schon vor dem Ersten Weltkrieg betrieben die Besitzerinnen und Besitzer neben Mühle und Landwirtschaft eine sogenannte Sommerwirtschaft, in der die Gäste mit hauseigenen Erzeugnissen bewirtet wurden. Heute befindet sich dort eine Wochenend-Gastronomie und eine Minigolfanlage.

Heiligenhäuschen

An der Erkrather Straße, gleich gegenüber dem Friedhof, steht das sogenannte Heiligenhäuschen. Seine Geschichte reicht mehr als über 1000 Jahre zurück. Man vermutet, dass über einer altgermanischen Kultstätte eine frühchristliche Kirche gestanden hat. Der berühmte Erkrather Arzt Dr. Johann Heinrich Bongardt  sagte im Jahr 1859:
„Die Kapelle, worin das Glöckchen läutet, steht auf einem Hügel, worunter die Gebeine von vielen Erschlagenen ruhen. Es ist dies gewiss ein alter Grabhügel; in dessen Mitte könnte wohl ein ehemaliger Zenturio zwischen seinen Kriegsgefährten ruhen. Spuren von Mauerwerk habe ich darin entdeckt. Die Gebeine, welche ich aus diesem Hügel gegraben habe, kommen alle von großen Menschen und nur von Männern her. Auf diesem Felde ist sicherlich eine Schlacht in alter Zeit geliefert worden. An der Luft zerfallen die Knochen, die ihren bindenden Leim verloren haben, zu Staub und kleinen Stücken.“

Mancherlei Erzählungen und Sagen ranken sich um das alte Gemäuer und werden in Erkrath seit Generationen weitererzählt.

Kirchen

Die Kirchenarchitektur ist wohl eine Bauform, die am wenigsten der reinen Form verpflichtet ist und zu Experimenten einlädt. In Erkrath finden sich Bauwerke vom zwölften Jahrhundert bis in die Zeit der Moderne.

Evangelische Kirchengemeinde Erkrath

Nachdem die vorhandene Kirche im Fachwerkbau von 1685 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde 1828 mit dem Bau der evangelischen Pfarrkirche begonnen. Drei Jahre später folgte die Einweihung. In den Jahren 1995 bis 1997 wurde die Kirche saniert und restauriert. Die Predigerkirche ist errichtet in der Form eines spätklassizistischen Saalbaues mit eckiger Apsis und vorgestelltem Westturm aus Backstein, zweigeschossiger Fenstergliederung sowie Lisenen. Auch das dazu gehörende Evangelische Pastorat, Bahnstraße 64, ein hohes, aus roten Backsteinen errichtetes Gebäude aus dem Jahre 1903, ist noch original erhalten und steht unter Denkmalschutz. Die spitzen Bögen am Giebel, in den Friesen sowie im mittleren Fenster weisen auf die kirchliche Nutzung hin.

Sankt Johannes der Täufer

Die Kirche Sankt Johannes der Täufer wurde  Mitte des zwölften Jahrhunderts erbaut.
Die heutige Form der Kirche, die Kreuzform, erhielt diese von 1901 bis 1902 bei einer Erweiterung. Der romanische Baustil ist von außen schon leicht an den massiven Baukörpern, den kleinen Rundbogenfenstern und der sparsamen Wandgliederung zu erkennen. Eine  Ausnahme ist die barocke Schweifhaube, die der Turm 1785 erhielt. Im Innenraum findet man ein gotisches Gewölbe. Führungen können unter der Telefonnummer 0211 2431341 angemeldet werden.

Neanderkirche

Im Jahr 1903 wurde mit dem Bau der Neanderkirche, benannt nach dem Theologen und Kirchenliederdichter Joachim Neander (1650 – 1680) begonnen und am 23.07.1905 wurde die Kirche eingeweiht.
Der Bau wurde von elf Einwohnerinnen und Einwohnern initiiert und aus Spendengeldern finanziert. In einem Mischstil schlicht erbaut, verbergen sich Jugendstil, Wilheminischer Stil und Historismus. Insbesondere findet man ein neuromanisches Tonnengewölbe mit barockem Deckenstuck, klassizistische Säulen und eine für einen Kirchbau eher ungewöhnliche Dachform, ein sich kreuzendes Krüppelwalmdach vor. Der Mauerstein kommt aus den heimischen Brüchen des Neandertals. Die Kirche ist täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Sankt Franziskus Kirche

Mit dem Bau der Sankt Franziskus Kirche wurde 1874 begonnen. Die Einweihung erfolgte 1876. Die Kirche ist geschmückt mit farbenprächtigen Fensterbildern. Alle neugotischen Kirchenfenster sind im Original erhalten und damit eine historische Besonderheit. Sie wurden 1881 bis 1903 im gleichen Stil und von derselben Firma hergestellt. Die Franziskuskirche wurde mit Ziegelsteinen errichtet, die die Menschen 1876 mit eigenen Händen formten. An der Nordwand der Kirche ist dies gut zu sehen, hier findet man einige Fingerabdrücke in den Ziegeln.

Heilig Geist Kirche

1969 begann der Bau der Kirche, 1972 folgte die Einweihung.
Die Kirche wurde vom berühmten Architekten Professor Gottfried Böhm gestaltet und erbaut. Es handelt sich um eine moderne Kirche mit vielen Ecken und Winkeln, vergleichbar einer geformten und gebauten Skulptur. Der begrünte Innenhof des Pfarrzentrums mit seinen überdeckten Arkaden und dem Brunnen aus Sandstein erschließt sich von Norden, Osten und Süden. Das Pfarrzentrum umfasst neben der Kirche eine Tageseinrichtung für Kinder, Pfarrsaal, Wohnungen für Angestellte und einen Jugendtreff. Der Kirchenraum ist ganztätig für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Antoniuskapelle

Zum Hof Schlickum gehörend, wird sie auch Schlickumer Kapelle genannt. Das erste Gebäude auf dem Hügel (Motte) war vermutlich ein Wehrturm zum Schutz des Hofes Schlickum (gegründet um 1050). Die erste Kapelle – denkbar als Anbau an den Turm – stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Das nachfolgende Bauwerk wurde 1506 von Luther von Eller zu Laubach errichtet und 1735 als einschiffiger Saalbau mit Tonnengewölbe erneuert.

1965 wurden aufwendige Restaurationsarbeiten durchgeführt. Die im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde Hochdahl stehende Kapalle ist der Gottesmutter Maria und dem heiligen Georg gewidmet. Im Inneren findet sich ein Blockaltar mit hohem, barockem Altarsaufsatz und dem Schlickumer Wappen. Das Altarbild ist eine Darstellung des Himmelreiches. Im Zentrum sieht man die heilige Dreifaltigkeit und Maria als Himmelskönigin. Umringt werden sie unter anderem vom heiligen Antonius, dem heiligen Franziskus sowie vermutlich dem Stifter, Franz Graf von Nesselrode, asl knienden Ritter.

Das Gotteshaus ist ein Baudenkmal, die so genannte Motte (ein natürlicher, von Menschenhand weiter erhöhter Erdhügel) ein Bodendenkmal.

In der Antoniuskapelle finden in den Monaten von Mai bis Oktober mittwochs um 8:00 Uhr Gottesdienste der Franziskus‑Gemeinde statt. Von Mai bis Oktober ist die Antoniuskapelle an jedem ersten Samstag im Monat von 15:00 bis 17:00 Uhr zum Gebet und zur Besichtigung geöffnet.