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Soziale Stadt Sandheide

Der Rat der Stadt Erkrath beschloss am 13.12.2016 die endgültige Teilnahme am Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“. Die Stadt Erkrath hat sich daraufhin im Dezember 2016 mit dem Integrierten Handlungskonzept „Sandheide“ um eine Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt NRW“ beworben.

Im Jahr 2017 wurde Erkrath mit der „Sozialen Stadt Sandheide“ erstmals im Städtebauförderprogramm von Bund und Land aufgenommen. Maßnahmen, die im Integrierten Handlungskonzept benannt werden, sollen in den Jahren 2017 bis 2026 umgesetzt werden.

Was ist Städtebauförderung?

Zur Bewältigung neuer Aufgaben und Herausforderungen unterstützt der Bund die Städte bei der Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen mit Programmen der Städtebauförderung. Dabei gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen gemäß Artikel 104 b Grundgesetz. Diese Finanzhilfen werden durch Mittel der Länder und Kommunen ergänzt. Die Bundesfinanzhilfen werden den Ländern auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung zur Verfügung gestellt.

Auf Grundlage dieser Verwaltungsvereinbarung regeln die Förderrichtlinien der Länder die Förderfähigkeit von Maßnahmen und Vorhaben, Förderschwerpunkte und Auswahlkriterien. So werden durch die Verwaltungsvereinbarung und die Förderrichtlinien die programmatischen Ziele der Städtebauförderung gesteuert.

Hauptziel der Städtebauförderung

Hauptziel der Städtebauförderung ist es, die Städte und Gemeinden nachhaltig als Wirtschafts- und Wohnstandorte zu stärken und entgegenstehende Mängel oder Missstände dauerhaft zu beheben. Um diese Ziele zu erreichen, gibt es verschiedene Städtebauförderprogramme. Dazu zählen:

  • Soziale Stadt
  • Stadtumbau
  • Städtebaulicher Denkmalschutz
  • Aktive Stadt- und Ortsteilzentren
  • Kleinere Städte und Gemeinden
  • Zukunft Stadtgrün
  • Investitionspakt – Soziale Integration im Quartier

Das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“

Das Programm „Soziale Stadt“ ist im Rahmen der Städtebauförderung Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Mit diesem Städtebauförderungsprogramm unterstützen Bund und Länder die Kommunen bei der schwierigen Aufgabe, benachteiligte Stadt- und Ortsteile zu stabilisieren und die Lebensbedingungen insgesamt zu verbessern. Durch städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, die Infrastruktur und die Qualität des Wohnens wird für mehr Generationengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit gesorgt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen verbessert.

Die Fördermittel können für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen eingesetzt werden, insbesondere zur Verbesserung folgender Maßnahmengruppen:

  • Wohn- und Lebensverhältnisse, Wohnumfeld und öffentlicher Raum
  • Kinder-, familien- und altersgerechte sowie weitere soziale Infrastruktur
  • Integration benachteiligter Gruppen und von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Grün- und Freiflächen sowie Maßnahmen der Barrierearmut und -freiheit
  • Beteiligung und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger sowie Mobilisierung des ehrenamtlichen Engagements

Die Förderquote der Maßnahmen über das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ liegt in Erkrath derzeit bei 60 Prozent.

Das Städtebauförderprogramm „Investitionspakt - Soziale Integration im Quartier“

Für einige im Integrierten Handlungskonzepts „Sandheide“ (mehr zum Integrierten Handlungskonzept unter Integriertes Handlungskonzept „Sandheide“) genannten Maßnahmen, die nicht über das Förderprogramm „Soziale Stadt“ gefördert werden können, können Fördergelder über das Förderprogramm „Investitionspakt – Soziale Integration im Quartier“ beantragt werden.

Das Förderprogramm „Investitionspakt – Soziale Integration im Quartier NRW 2017“ hat unter anderem als Handlungs- und Förderschwerpunkte die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der sozialen Integration im Quartier. Dabei bildet die Erneuerung der Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen einen zentralen Ansatzpunkt. Als Ziele werden unter anderen die Schaffung von Orten der Integration und des sozialen Zusammenhalts im Quartier sowie die Qualifizierung von Einrichtungen der unmittelbaren oder mittelbaren öffentlichen sozialen Infrastruktur verfolgt.

Die Gegenstände der Förderung betreffen unter anderem einzelne Maßnahmen zur bedarfsorientierten Errichtung und baulichen Erneuerung von Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen zur Förderung der Integration und des Zusammenlebens im Quartier.

An diesem Förderprogramm beteiligen sich der Bund zu 75 Prozent, das Land NRW zu 15 Prozent und die jeweiligen Kommunen zu 10 Prozent.

Weitere Informationen hierzu finden sich auf dem Internetauftritt des Investitionspakts.

Integriertes Handlungskonzept „Sandheide“

Das Integrierte Handlungskonzept „Sandheide“ stellt die geforderte Grundlage zur Durchführung einer Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt Nordrhein-Westfalen“ dar. Dabei handelt es sich um ein strategisches Entwicklungskonzept für das Programmgebiet Sandheide, das auf Basis einer Bestandsanalyse eine Gesamtstrategie sowie Umsetzungsziele umfasst.

Die im Integrierten Handlungskonzept enthaltenen Maßnahmen gliedern sich in folgende Handlungsfelder:

  • Handlungsfeld A: Wohnen / Wohnumfeld
  • Handlungsfeld B: Öffentlicher Raum / Grün- und Spielflächen
  • Handlungsfeld C: Soziales / Integration / Versorgung
  • Handlungsfeld D: Prozessgestaltung

Insgesamt umfasst das Handlungskonzept 24 Maßnahmen, die in den Jahren 2017 bis 2026 umgesetzt werden sollen. Das Handlungskonzept kann unter „Dokumente“ eingesehen werden.