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Vergaben

Das Vergaberecht umfasst alle Vorschriften und Regeln über die Vergabe von öffentlichen Aufträgen (Einkauf von Waren und Dienstleistungen beziehungsweise der Beschaffung von Bauleistungen). Vorrangiges Ziel des Vergaberechts ist es, durch die wirtschaftliche Verwendung von Haushaltsmitteln den Beschaffungsbedarf der öffentlichen Hand zu decken.

Mit der Einrichtung der Zentralen Vergabestelle (ZVS) verfolgt die Stadt Erkrath das Ziel, das Vergabewesen zu vereinheitlichen und durch die strikte Trennung der formellen Durchführung der Vergabeverfahren von der Auftragserteilung der Korruption vorzubeugen. Die Gebote der Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung und Transparenz sorgen für einen fairen Wettbewerb zwischen den bietenden Unternehmen.

Zu den Aufgaben der Zentralen Vergabestelle gehören insbesondere:

  • Bekanntmachung öffentlicher Ausschreibungen
  • Einladung der Bieterauswahl bei beschränkten Ausschreibungen und Freihändigen Vergaben
  • Bereitstellen der Angebotsunterlagen
  • Klärung von Bieterfragen während des Vergabeverfahrens
  • Durchführung der Submissionen
  • Formelle und rechnerische Prüfung der Angebote
  • Auftragserteilung

Rechtsgrundlagen Vergabe

Die Durchführung der Vergabeverfahren richtet sich nach:

  • EU-Vergaberichtlinien
  • Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
  • Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV)
  • Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW)
  • Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/A)
  • Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A)
  • Kommunale Vergabegrundsätze NRW vom 06.12.2012

Hinweise zu den Vergabeunterlagen

Die Vergabeunterlagen können über den Vergabemarktplatz Rheinland angefordert werden. Interessierte Bewerberinnen und Bewerber können sich dort kostenlos registrieren und dann an den Vergabeverfahren teilnehmen.

Bewerberinnen und Bewerber können ihr Angebot entweder schriftlich oder elektronisch (über den Vergabemarktplatz Rheinland) bei der Zentralen Vergabestelle einreichen.

Das Angebot ist an der vorgegebenen Stelle zu unterschreiben. Alle beigefügten Erklärungen sind auszufüllen. Fehlende Unterschriften führen zum Ausschluss aus dem Vergabeverfahren.

  • Das Beifügen von eigenen Geschäftsbedingungen führt zum Ausschluss vom Vergabeverfahren.
  • Geforderte Nachweise und Unterlagen sind dem Angebot beizufügen, wenn nichts Gegensätzliches bestimmt ist.
  • Änderungen (Streichungen, Ergänzungen, usw.) sind nicht zulässig.
  • Der Termin für die Angebotseröffnung (Submission) ist bindend und zwingend einzuhalten. Das gilt sowohl für den Tag als auch für die Uhrzeit. Verspätet eingegangene Angebote werden nicht gewertet.
  • Es ist wichtig, dass im Leistungsverzeichnis bei allen Positionen Eintragungen vorgenommen werden. Hierzu werden nur Zahlen und keine Zeichen wie beispielsweise „/“ verwendet.

Submission und Ergebnis

Eine Teilnahme der Bieterinnen und Bieter oder ihrer Bevollmächtigten zu Angebotseröffnungen ist nur bei Ausschreibungen für Bauleistungen (VOB) möglich.

Alle Bieterinnen und Bieter erhalten über den Vergabemarktplatz Rheinland unaufgefordert die ungeprüften sowie geprüften Submissionsergebnisse von Vergaben über Bauleistungen (VOB). Das Submissionsergebnis für VOL-Leistungen darf hingegen nicht bekanntgegeben werden.