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Wohngeld

Auf Mietbeihilfe (Wohngeld) besteht ein Rechtsanspruch für diejenigen, die die Voraussetzungen erfüllen. Die Höhe des Wohngeldes hängt ab vom Familieneinkommen, von der Zahl der zum Haushalt zählenden Familienmitglieder und von der monatlichen Miete oder Belastung (bei Eigentum), die bis zu einem bestimmten Höchstbetrag berücksichtigt wird.

Nicht nur Mieterinnen und Mieter, auch Eigentümerinnen und Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, können einen Anspruch auf Wohngeld haben.

Die Wohngeldzahlung beginnt am Ersten des Monats, in dem Sie den Antrag stellen und wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt.

Wer hat keinen Anspruch auf Wohngeld?

Vom Wohngeld ausgeschlossen sind Personen, die folgende Leistungen erhalten oder beantragt haben, da in diesen Leistungen bereits die Kosten der Unterkunft enthalten sind:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem SGB II
  • Wohnkostenzuschüsse für Auszubildende nach dem SGB II
  • Übergangs- oder Verletztengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes II
  • Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung gemäß SGB XII
  • Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII
  • Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe; in Haushalten, zu denen ausschließlich Empfänger dieser Leistungen gehören).
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
  • Ausbildungsförderung bei alleinstehenden Auszubildende oder Studierende, (in der Regel während der Erstausbildung)

Berechnungsgrundlage

Es gibt keine einheitlichen Wohngeldbeträge, da das Wohngeld abhängig ist von

  • der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder (berücksichtigt werden alle Personen, die in einem Haushalt wohnen und verwandt sind oder in einer sonstigen Verantwortungs- und Einstehgemeinschaft leben)
  • der Höhe des anzurechnenden Haushaltseinkommens
  • der Höhe der Miete oder der Belastung (bei Eigentum)

Welche Bruttoeinkommen berücksichtigt werden und was von dem ermittelten Einkommen abgezogen wird, erfahren Sie bei der Wohngeldstelle. Bitte nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten zu den angegebenen Ansprechpersonen.

Für die Berechnung wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen ein Wohngeldrechner angeboten (siehe „Externe Links“). Das Ergebnis dieses Rechners entspricht selten dem später tatsächlich errechneten Wohngeldzuschuss. Der Rechner berechnet auf der Basis Ihrer Eingaben einen unverbindlichen Wohngeldbetrag und nicht den tatsächlichen Wohngeldanspruch. Daher empfehlen wir Ihnen den Besuch bei der Wohngeldstelle.

Antragsunterlagen

Wenn Sie einen Antrag auf Wohngeld stellen möchten, bringen Sie bitte folgende Unterlagen zur Antragsstellung mit.

Vordrucke zu den folgenden Unterlagen finden Sie beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, siehe „Externe Links“:

  • Antrag auf Mietzuschuss oder Lastenzuschuss
  • Einkommensnachweise und Unterlagen zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen (sind separat beizufügen)
    • Verdienstbescheinigungen, Einkommen bei geringfügigen Beschäftigungen, Arbeitsverträge, Ausbildungsverträge, Arbeitslosengeld I Bescheide, Krankengeldnachweis, Bafög- bzw. BAB-Bescheid, Schul- und Studienbescheinigungen, Rentenbescheide, Elterngeldbescheide, Zins- und Kapitalerträge (inländische und ausländische) Tagesgeldkonten, Dividenten, Unterhaltsbeläge, Schwerbehindertenausweis, Pflegegeldnachweis, bei Selbstständigen Gewinn- und Verlustrechnung Steuerberater, Prognose Steuerberater, Steuerbescheide,
    • Nachweis über die Zahlung der Miete (Mietquittung, letzter Kontoauszug)
    • Mietvertrag
    • Kreditverträge bei Eigentumswohnungen und Häusern (inklusive Nachweis über die Zinsen und Tilgungen)
    • Grundsteuerbescheid
    • Hausgeldabrechnungen