Sprungziele
Seiteninhalt

Hochwasser in Erkrath - Die meist gestellten Fragen und Antworten

Die Stadt und den Abwasserbetrieb erreichen viele Fragen rund um das Hochwasser in Erkrath. Hier finden Sie Antworten auf die meistgestellten Fragen.

Wo erhalte ich Informationen?

Die gebührenfreie Hochwasser-Hotline des Bundesverbraucherministeriums ist unter der bundesweit gültigen Telefonnummer 0800 100 3711 montags bis freitags von 09:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Betroffene erhalten Informationen und Unterstützung von Experten der Verbraucherzentralen, insbesondere zu vertrags- und versicherungsrechtlichen Fragen – von Schäden an Autos, Möbeln und Einrichtungen bis hin zu Handy- und Reiseverträgen.

Verhalten nach dem Hochwasser

Bestandsaufnahme machen und aufräumen:

  • Machen Sie eine Bestandsaufnahme und fotografieren Sie die Schäden für die Versicherung.
  • Räumen Sie Wasserreste und Schlamm aus dem Haus und trocknen Sie die Räume so schnell es geht, um Bauschäden oder Schimmel zu vermeiden. Nutzen Sie Heizgeräte für das Trocknen. Sie können gemietet oder ausgeliehen werden.
  • Lassen Sie die Elektrik, Heizöltanks und in besonderen Fällen die Baustatik vom Fachmann überprüfen.
  • Wenn Schadstoffe wie Farben, Lacke, Pflanzenschutzmittel, Benzin, Öl etc. freigesetzt wurden, rufen Sie die Feuerwehr.
  • Schmutzige, kaputte Möbel und verdorbene Lebensmittel gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden. In Erkrath werden Sonderabholungen für Müll und Sperrmüll organisiert.
  • Essen Sie kein Obst, Gemüse und Salat aus überschwemmten Gebieten. Verständigen Sie bei mit Schadstoffen (z. B. Öl) verunreinigten Gärten oder Feldern die zuständigen Behörden wie die Kreisverwaltung.

Kann mir jemand bei der Reinigung helfen?

Das Nachbarschaftshilfsnetzwerk „Erkrath hält zusammen“ unterstützt die Stadt Erkrath durch die Koordination von freiwilligen Hilfsangeboten zwischen Privatpersonen im gesamten Stadtgebiet. Der Verein koordiniert die private, ehrenamtliche Hilfe, etwa durch Unterstützung beim Aufräumen von überfluteten Bereichen oder wenn dringend Möbel, Kleidung oder andere Sachspenden benötigt werden.

Auch Reinigungsmittel und Materialien wie Allzweckreiniger, Desinfektionsmittel, Besen, Kehrbleche, Gummihandschuhe oder Putzlappen werden kostenfrei ausgegeben. Abgeholt werden können die Materialien montags bis samstag zwischen 09:00 und 11:00 Uhr sowie dienstags und donnerstags zwischen 18:00 und 19:00 Uhr in der Caritas-Begegnungsstätte, Gerberstraße 7, in Alt-Erkrath.

Der Kontakt zur Nachbarschaftshilfe ist möglich unter 0211 5424 9565 oder per Mail an
nachbarschaftshilfe@erkrath-haelt-zusammen.de. Der Telefonanschluss ist nicht dauerhaft besetzt. Sprechen Sie daher bitte auf den Anrufbeantworter. Der Verein ruft Sie zeitnah zurück.

Personen, die zurzeit noch kein fließendes Wasser haben, sowie Personen, die ehrenamtlich bei den Aufräumarbeiten helfen, können täglich zwischen 17:00 und 20:00 Uhr beim SSV Erkrath im Toni-Turek-Stadion (Freiheitsstraße) duschen. 

Gibt es finanzielle Unterstützung von Land oder Kommune bei einem Schaden durch Hochwasser?

Bei einem Schaden durch Hochwasser handelt es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit. Unter Umständen handelt es sich um einen Versicherungsschaden (insofern dies in der Elementarversicherung mit abgeschlossen wurde). Was leistet die erweiterte Naturgefahrenversicherung (Elementarschadenversicherung)? Versichert sind – je nach Vertrag – das Gebäude und/oder das Eigentum bei Schäden durch:

  • Starkregen/Überschwemmung/Rückstau
  • Hochwasser
  • Schneedruck
  • Lawinen/Erdrutsch
  • Erdsenkung / Erdbeben

Im Schadenfall trägt der Versicherte mindestens einen Teil der Kosten selbst, da meist eine Selbstbeteiligung vereinbart wird. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Hochwasser-Hotline, erreichbar unter 0800 100 3711, oder direkt bei Ihrem Versicherer. Informationen der Verbraucherzentrale NRW zu den Themen Versicherung und Schadensfälle finden Sie hier.

Gibt es weitere Unterstützungsangebote?

Die Solidarität mit den vom Hochwasser betroffenen Personen ist groß und auch Unterstützungsangebote sind vielerorts vorhanden. Nachfolgend stellen wir einige Beispiele für Erkrath vor:

Die Stadtwerke Erkrath unterstützen Erkratherinnen und Erkrather mit dem sogennanten „Hochwasser-Scheck“. Betroffene Kunden nehmen hierfür per Mail an hochwasser@stadtwerke-erkrath.de oder telefonisch unter 02104 943 60 70 Kontakt mit den Stadtwerken auf. Benötigt werden neben Name, Kundennummer, Strom-Zählernummer und Anschrift bzw. die Etage bei Mehrfamilienhäusern, ebenso eine kurze Beschreibung des entstandenen Schadens. Mit dem Hochwasser-Scheck erhalten betroffene Kundinnen und Kunden der Stadtwerke am Ende des Jahres eine Gutschrift auf die Jahresabrechnung.

Damit betroffene Bürgerinnen und Bürger in Düsseldorf, im Kreis Mettmann sowie im Rheinkreis Neuss mobil bleiben können, stellt die Rheinbahn kostenlose Bahntickets für die gesamte Familie zur Verfügung. Die Tickets werden gegen Vorlage des Personalausweises und einer Schadensmeldung der Polizei oder der Versicherung in den Kundencentern in Düsseldorf ausgegeben und gelten bis Ende August. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Auto, ein Motorrad oder ein Roller in den Fluten zu Schaden gekommen ist. Eine volljährige Person kann durch Vorlage aller Ausweise der im selben Haushalt lebenden Personen die Tickets gebündelt für die gesamte Familie abholen. Weitere Informationen zu den Kundencentern gibt es unter www.rheinbahn.de

Was passiert mit dem entstandenen Abfall / Sperrmüll / Schlamm?

Müll / Sperrmüll

Die städtischen Unterstützungsfahrten zur Beseitigung des Sperrmülls sind abgeschlossen. Die freigeräumten Verkehrsbereiche (Straßen sowie Rad- und Gehwege) sind nun wieder zwingend freizuhalten, auch wenn sich noch weiterer zu entsorgender Sperrmüll im Haus befindet. Zusätzlicher Sperrmüll muss daher wieder wie gewohnt zunächst angemeldet, zwischengelagert und so herausgestellt werden, dass dabei keine öffentlichen Bereiche behindert werden. Die Sperrmüllanmeldung kann entweder telefonisch über das Callcenter des Entsorgers unter 0211 830 99 120 oder online unter www.erkrath.de/sperrgut erfolgen.

Schadstoffe
Schadstoffe wie Farben oder Lacke können während der turnusmäßigen Standzeiten des Schadstoffmobils entsorgt werden – die turnusmäßigen Termine des Mobils finden Sie hier. Informationen der Verbraucherzentrale NRW zu Schadstoffen finden Sie hier.

Wertstoffhof
Der nach dem Hochwasser abgetragene Schlamm kann nicht einfach so am Wertstoffhoff an der Hochdahler Straße entsorgt werden. Auch die benachbarten Entsorgungsstellen in Düsseldorf-Hubbelrath oder Langenfeld nehmen den privat abgetragenen Schlamm nicht ohne Weiteres an. Hier ist nur eine Entsorgung bereits beprobter Schlammmengen möglich.

Betroffene Erkratherinnen und Erkrather werden daher gebeten, mit der Entsorgung der Schlamms noch ein wenig zu warten. Die Stadtverwaltung prüft bereits alternative Entsorgungsmöglichkeiten und wird zeitnah eine Lösung präsentieren.

Wer ist für den Kanal zuständig? Muss ich selber eine Firma beauftragen?

In Erkrath sind die Eigentümerinnen und Eigentümer für die Grundleitung und die Hausanschlussleitung bis zum Kanal in der Straße zuständig. Für den Hauptkanal ist der Abwasserbetrieb zuständig. Dieser ist erreichbar unter 0211 2407-6909 oder per E-Mail an clees@abwasserbetrieb-erkrath.de.

Wer ist für verstopfte Straßeneinläufe zuständig?

Für die Meldung verstopfter Straßeneinläufe wenden Sie sich bitte an den städtischen Bauhof unter der Rufnummer 0211 2407-6620.

Wie kann ich mich zukünftig vor Starkregen schützen?

Informationen erhalten Sie hier auf der Homepage der Stadt Erkrath oder telefonisch unter 0211 2407-6913 bei der städtischen Starkregenberaterin. Für weitere Fragen zum Objektschutz können Sie gerne einen Beratungstermin vereinbaren. Informationen der Verbraucherzentrale NRW zur Abwasser-Beratung finden Sie hier.

Was tut die Stadt zur Vermeidung von Überflutungen?

Die Stadt hat bereits Maßnahmen zur Starkregenvorsorge getroffen, in der aktuellen Situation kam auch noch Hochwasser hinzu. Das Ereignis wird in den kommenden Tagen und Wochen in Abstimmung mit den benachbarten Kommunen, dem Kreis Mettmann und Fachverbänden ausgewertet. Auf dieser Grundlage werden weiterführende Maßnahmen entwickelt, um bei zukünftigen Ereignissen die Folgen abmildern zu können. Einen vollumfänglichen Schutz gegen solche extremen Ereignisse gibt es jedoch nicht.