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Möglichkeiten der digitalen Kontaktnachverfolgung

Aufgrund der niedrigen Inzidenz im Kreis Mettmann und den damit verbundenen Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen können auch Gastwirtschaften und sonstige Dienstleistungsbetriebe in Erkrath wieder öffnen. Dabei setzt die Coronaschutzverordnung jedoch voraus, dass beispielsweise für den Besuch von Gaststätten oder Biergärten die Kontaktnachverfolgung sichergestellt ist – im Idealfall über digitale Apps.

Allerdings bietet sich den Betrieben hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, auf die nicht wahllos zurückgegriffen werden sollte. Wie der Kreis Mettmann mitteilt, ist bei der Auswahl der Kontaktnachverfolgungs-App neben der Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben auch die mögliche Schnittstelle zu „IRIS-connect“ zu beachten. Denn nur mit den IRIS-kompatiblen Lösungen ist eine problemlose Übertragung an das Kreisgesundheitsamt möglich.

Apps unterstützen die schnelle Virus-Eindämmung

Die digitale Datenerfassung von Besucherinnen und Besuchern ist wichtig, um erhobenen Daten schnell an das Gesundheitsamt übermitteln und Betroffene frühzeitig benachrichtigen zu können. Auch erleichtern digitale Apps die ebenfalls geforderte Datenerfassung durch Betreiberinnen und Betreiber von Dienstleistungs- sowie Gastronomiebetrieben. Dabei ist die vollständige Abbildung der erforderlichen Funktionen gemäß §8 der Coronaschutzverordnung ebenso relevant. Beispielsweise muss die Bereitstellung der Besucherdaten vor Ort durch die Verantwortlichen der betroffenen Einrichtungen jederzeit möglich sein.

Welche Apps genau all diese Funktionalitäten bieten, ist unter anderem der Aufstellung der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main mit Stand von April 2021 zu entnehmen. Neben den Apps für das Smartphone besteht für Betriebe darüber hinaus die Möglichkeit, digital erfasste Daten – beispielsweise in Excel- oder CSV-Formaten sowie PDF-Dokumenten – online an das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann zu übermitteln. Das Formular hierfür finden Interessierte hier.

Digitale Datenerhebung ist nicht verpflichtend

Das Erfordernis der Rückverfolgbarkeit gilt jedoch nicht ausnahmslos: Ist gesetzlich eine Anonymität von Personen bei Inanspruchnahme von Dienstleistungsangeboten oder Einrichtungsbesuchen vorgesehen, so kann auf die Rückverfolgbarkeit verzichtet werden. Aber auch Einrichtungen, die zur Sicherstellung einer einfachen Rückverfolgbarkeit verpflichtet sind, können ihre Besucherinnen und Besucher nicht dazu verpflichten, sich digital per Smartphone zu registrieren. In einigen Apps ist der digitale „Check-In“ daher auch ohne Smartphone möglich. Betreiberinnen und Betreiber sind dazu angehalten, in diesen Fällen eigene technische Geräte zur Verfügung zu stellen oder die Möglichkeit einer papiergebundenen Datenerfassung anzubieten.