Sprungziele
Seiteninhalt

Schottergärten schaden der Umwelt

Scheinbar praktisch in der Pflege, aber ein großes Problem für Umwelt und Artenvielfalt: Schottergärten versiegeln mit ihrem Gewicht sowie der undurchlässigen Vliesunterlage den Boden und wirken so wie eine betonierte Fläche auf die Umwelt. Sie heizen schnell auf, bieten Insekten, Vögeln und kleinen Nagetieren weder Futter noch Unterschlupf und sind durch Laub und Moos trotzdem reinigungsintensiv. Hinzu kommt die Gefahr einer Überflutung im Haus, da der verdichtete Boden kein Wasser aufnimmt und dieses über andere Wege abfließen muss.

In der aktuellen Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen wird bereits geregelt, dass neue Gärten wasseraufnahmefähig bleiben und begrünt werden müssen. So soll die Entstehung von weiteren, versiegelten Schottergärten verhindert werden. Auch in Erkrath werden diese Auflagen in neue Baugenehmigungen aufgenommen und bei der Bauabnahme durch den Fachbereich Bauaufsicht überprüft. „Wir unterstützen die Erkrather Bauherrinnen und Bauherren bei der Umsetzung der bauordnungsrechtlichen Anforderungen “, erklärt Fachbereichsleiter Helmuth Hentschel. „Nach unserer Beratung entscheiden sich viele für eine grünere Alternative – denn Schottergärten sind oft teuer in der Anschaffung und aufgrund der Reinigung nicht so pflegeleicht, wie man zunächst glaubt.“

Winterzeit ist Planungszeit

Bestehende Schottergärten müssen nicht zwangsweise zurückgebaut werden. Dennoch sollten sich Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer fragen, ob die Schotterlandschaft vor dem Haus den aktuellen Bemühungen um ein gesundes Klima gerecht wird. Wer Interesse daran hat, seinen Schottergarten durch eine natürliche Alternative zu ersetzen, kann sich zum Thema Rückbau und Gestaltung mit Abfallberaterin Helga Willmes-Sternberg in Verbindung setzen, die mit Informationsmaterial und Ansprechpartnern gerne weiterhilft. Die anstehende Winterzeit eignet sich gut, um die Umgestaltung zu planen und im kommenden Frühjahr tatkräftig umzusetzen. Interessierte können sich unter den angegebenen Kontaktdaten an Frau Willmes-Sternberg wenden.

Steingärten: farbenfroh und pflegeleicht

Im Gegensatz zu Schottergärten sind Steingärten eine echte ökologische Alternative für alle Grundstücke, wo magerer Boden keine Blumenwiese zulässt. Denn in Steingärten oder -beeten kommen Pflanzen zum Einsatz, die sonst eher in kargen Regionen wachsen, wie etwa Enzian, Grasnelke, Zwergkiefer oder Wollziest. Die genügsamen Pflanzen helfen den Insekten bei der Nahrungssuche, binden CO2 und filtern Staub aus der Luft. Wer weitere pflegeleichte Alternativen zum Schottergarten sucht, ist mit Bodendeckern, Ziergräsern und Sträuchern gut beraten – sie benötigen nur wenig Wasser und Pflege, sind aber ein Gewinn für die Natur.