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Filmdreh in der Sandheide abgeschlossen

Ende November fanden die Dreharbeiten zum Filmprojekt „Die Sandheide - ein Quartier, viele Gesichter“ statt. Das Quartiersbüro am Sandheider Markt hatte sich in ein professionelles Filmset verwandelt, in dessen Zentrum die blaue Couch stand, auf der zwölf Teilnehmende interviewt wurden.

In Zusammenarbeit mit dem Projektteam hatten sich die Protagonisten, die alle in der Sandheide leben oder arbeiten, auf die Aufnahmen vorbereitet. Das Team – bestehend aus den Integrationsbeauftragten Anna-Maria Weihrauch und Torsten Gumbrecht, der Koordinatorin für das Programm Soziale Stadt Julia Zinn und Quartiersmanagerin Saskia Goebel – hatte im Vorfeld zu einem Casting in der aufgerufen.

Auf der blauen Couch im Quartiersbüro nahm zum Beispiel auch Anke Nordick Platz, die in der Sandheide lebt und arbeitet. Vier Interviewfragen, ein Blitzlicht und das Abschlussstatement später kam schon der nächste interessante Sanheider mit seiner Geschichte an die Reihe. Nach zwei Tagen waren alle Interviews mit den Teilnehmenden, ebenso wie mit dem Projektteam „im Kasten“.

Aufruf für mehr Demokratie

Das Filmprojekt versteht sich als Aufruf für ein Mehr an Demokratie. In der Sandheide leben rund 7.500 Menschen, die oftmals in eine Schublade gesteckt werden. Eine Schublade mit dem Aufdruck „Die sind doch eh alle gleich“, sodass schnell die Gefahr einer rassistischen oder sexistischen Abwertung entsteht. Die Folgen solcher Vorurteile sind schwerwiegend: Betroffene haben weniger Möglichkeiten auf ein gleichberechtigtes Leben. Der Film soll zeigen, dass alleine schon die Annahme „Die sind doch alle gleich“ falsch ist: Die Sandheide ist individuell, vielfältig und alle dort lebenden Menschen gleichwertig.

Das Filmprojekt wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert. Die lokale Umsetzung im Kreis Mettmann erfolgt über das federführende Amt, das Kreisintegrationszentrum des Kreises Mettmann, und durch die Fach- und Koordinierungsstelle beim Caritasverband für den Kreis Mettmann.