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Reihengräber und Urnenreihengräber

Sargreihengräber und Kinderreihengräber

Reihengräber

Reihengräber sind Grabanlagen für Erdbestattungen und werden auf einem hierfür vorgesehenen Grabfeld der Reihe nach vergeben. Der Standort kann nicht innerhalb eines Grabfeldes ausgesucht werden, wie es für Wahlgräber möglich ist. Die Ruhezeit beträgt, den Wahlgräbern entsprechend, ebenfalls 30 Jahre. Für diesen Zeitraum muss das Grab von der Bestattung an erworben werden, der Anmeldende, zumeist der nächste Angehörige, erhält das sogenannte Verfügungsrecht.

Kennzeichnend für diese Grabform ist, dass die Gräber nach Ablauf der Ruhe- und Verfügungszeit nicht nacherworben werden können. Reihengräber müssen nach Ablauf der Ruhezeit durch den Verfügungsberechtigten zwingend abgeräumt werden. Je Grabstelle ist grundsätzlich nur eine Bestattung möglich. Lediglich bei einer gleichzeitigen Bestattung können bis zu drei Urnen mitbestattet werden. Wer eine eventuelle weitere Beisetzung eines Angehörigen in ein bereits angelegtes angelegtes Grab in Erwägung zieht, sollte ein Wahlgrab bevorzugen.

Kinderreihengräber

Für Bestattungen von Kindern unter fünf Jahren sind auf allen städtischen Friedhöfen kleinformatige Kinderreihengräber vorgesehen. Die Ruhezeit beträgt hier 25 Jahre. 

Urnenreihengräber

Für Urnenreihengräber gelten im Allgemeinen dieselben Regelungen wie für Sargreihengräber.

Auch diese Gräber werden der Reihe nach vergeben, ein Aussuchen innerhalb des Grabfeldes ist nicht möglich. Es kann grundsätzlich nur eine Urne bestattet werden. Weitere Urnenbeisetzungen und ein Nacherwerb der Grabstelle sind nicht möglich. Für Urnenreihengräber gilt derzeit eine sogenannte Verfügungszeit von 20 Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit sind die Gräber durch den Verfügungsberechtigten abzuräumen.