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Otto Lukat

Otto Lukat wurde am 28.08.1904 in Jodringkehnen, einem Hundert-Seelen-Dorf im früheren Ostpreußen, geboren. Die Kreisstadt Stallupönen, zu der das Dorf gehörte, heißt heute Nesterov, gehört zu Russland und liegt 150 Kilometer östlich Königsberg.

Otto Lukat verließ 1925 aufgrund der ärmlichen Verhältnisse, welche damals in Ostpreußen vorherrschten, sein Heimatdorf und fand in Düsseldorf Arbeit als Maurer. 1926 wurde er Mitglied der KPD. 1928 heiratete er die Erkratherin Emma Liß und zog mit ihr nach Erkrath zum Rathelbecker Weg 17. Ein Sohn wurde geboren.

Am 17.03.1933 verhaftete die Ortspolizei Erkrath siebzehn Kommunisten aus Erkrath unter dem Vorwand, sie hätten einen SA-Mann überfallen. Zu ihnen gehörte Otto Lukat. Am 08.05.1933 wurde die „Schutzhaft“ „wegen der Mordsache Hilmer“ in Untersuchungshaft umgewandelt. Bei einer Schießerei in Erkrath am Rathelbecker Weg war am 20.06.1932 der SS-Scharführer Kurt Hilmer getötet worden.

1933 fand der Prozess „wegen der Mordsache Hilmer“ vor dem Düsseldorfer Landgericht statt. Am 07.09.1933 wurden neun Kommunisten zum Tode verurteilt. Otto Lukat erhielt „wegen Mordversuchs“ 15 Jahre Zuchthaus.

Jedoch im Revisionsverfahren verurteilte das Reichsgericht Leipzig auf Antrag des Staatsanwalts Lukat zum Tode.

Otto Lukat, 29 Jahre alt, wurde am 27.03.1934, morgens um 05:30 Uhr auf dem Hof des Gefängnisses Ulmenstraße in Düsseldorf enthauptet.