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Abfall vermeiden

Die Ziele einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensweise sind, keine Ressourcen zu veschwenden und das Entstehen von Abfällen so gut es geht zu vermeiden.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) als zentrales Bundesgesetz des Abfallrechts formuliert für den Umgang mit Abfällen die Zielhierachie:

  • Vermeidung
  • Wiederverwendung
  • Recycling im Sinne von stofflicher Verwertung
  • Verwertung im Sinne von energetischer Verwertung und Verfüllung
  • Beseitigung

Auch im Alltag und als Verbraucherinnen und Verbraucher können wir Entscheidungen treffen und dafür Sorge tragen, dass keine unnötigen und vermeidbaren Abfälle entstehen.

Abfallvermeidung in Erkrath

Fünf Schritte führen dazu, dass weniger Abfall entsteht und entsorgt werden muss, denn: „Weniger Abfall ist mehr Wert!“

Verwenden

Hier finden Gegenstände eine weitere Verwendung:

Das Projekt des Sozialdienstes katholischer Frauen und Männer Erkrath e.V. (SKFM Erkrath) „Rundum gut eingerichtet“

Möbel und Hausrat werden nicht zu Sperrmüll, sondern finden neue Kunden im Second-Hand Warenhaus des Projektes.

Helena-Rubinstein-Straße 4 f
Telefon 0211 9003540

Montag bis Mittwoch
07:30 bis 16:30 Uhr

Donnerstag
07:30 bis 18:00 Uhr

Freitag
07:30 bis 12:30 Uhr

Kleiderkammern des SKFM „Rundum chic“

Hier wird gut erhaltene Kleidung weiter verwendet.

Siehe oben genannte Adresse und Hans-Sachs-Weg 11, Telefon 02104 808126

Montag bis Freitag
09:30 bis 13:00 Uhr und
14:30 bis 17:00 Uhr (montags auch bis 18:00 Uhr)

Samstag
10:00 bis 12:00 Uhr

Die Erkrather Tafel e.V.

Hier werden Lebensmittel, die nicht mehr in den Verkauf gelangen und somit als Abfall beim Handel anfallen würden, weiter verwendet. Auch aus privaten Beständen werden Lebensmittel angenommen. Die Waren müssen original verpackt und hygienisch einwandfrei sein, wie zum Beispiel Konserven, H-Milch, Margarine, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Kaffee, Kakaopulver und Gewürze.

Schmiedestraße 2 – 4

Dienstag und Freitag
08:00 bis 10:00 Uhr

Kontakt: Frau Karolak, Telefon 0162 1315843

Selber kompostieren

Bioabfälle selber auf dem eigenen Grundstück zu verwenden ist sinnvoll. Wer selber kompostiert, erhält nicht nur einen guten Kompost für den eigenen Garten, sondern spart auch ein wenig an der Gebühr für die Restmülltonne.

Reparieren

Der Verein Werkstatt Erkrath e.V. gibt interessierten Menschen unter der Anleitung von erfahrenen, ehrenamtlichen Handwerkern, Technikern und Ingenieuren Einblicke in die Welt der Technik und des Handwerks. In einem weiteren Schritt veranstaltet der Verein, monatlich wechselnd, ein „Repair-Café“ in Alt-Erkrath auf der Freiheitstraße 17 – 23 (ehemalige Albert-Schweitzer-Schule) und in Hochdahl auf dem Hochdahler Markt 9 (Haus der Kirchen).

Oft sind es nur Kleinigkeiten wie eine Unterbrechung in der Zuleitung oder eine defekte Sicherung im Gerät, die mit kostenloser Reparaturunterstützung schnell selbst behoben werden können.

Bei Interesse wenden Sie sich an Herrn Hans-Georg Moors (Telefonnummer: 02104 46666, E-Mail-Adresse: die-werkstatt@online.de). Die Werkstatt Erkrath e.V. sucht noch ehrenamtliche Helfer für das „Repair-Café“.

Second Hand

Trödelmarkt im Bürgerhaus und Kinderflohmarkt in der Stadthalle

Jeweils viermal im Jahr und nur für Verkäufe aus Privatbesitz organisiert die Abteilung Kultur · Sport Trödelmärkte im Bürgerhaus und – speziell nur für Kindersachen – die Kinderflohmärkte in der Stadthalle. Gewerblicher Verkauf ist ausgeschlossen. Voranmeldung und Tischkartenkauf unter kultur@erkrath.de oder unter der Telefonnummer 0211 2407-4009.

Trödelmarkt im Paul-Schneider-Haus

Der jährliche „etwas andere Basar“ für Kinderkleidung, Spielzeug und sonstige Kindersachen findet in der Schulstraße 2, 40699 Erkrath statt. Die genauen Basarbedingungen für Verkäuferinnen und Verkäufer sowie die Termine erfahren Sie unter dem Basartelefon 0157 32493876 und unter dem Internetauftritt der Evangelischen Kirche Hochdahl (Stichwort: Aktionen, Kindertrödel).

Bauschutt- und Bauteilebörse im Internet

Das Internetportal Alois (Abfall-Online-Informations-System) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW vermittelt kostenfrei zwischen Anbieterinnen oder Anbietern und Kundinnen oder Kunden als eine Boden-, Bauschutt- und Bauteilebörse. Die weitere Nutzung von Baustoffen spart Geld und schont die Ressourcen. Voraussetzung ist nur, dass es sich um Stoffe handelt, die wiederverwendet werden dürfen, also nicht mit Schadstoffen belastet sind.

Ausleihe

Die Bücherei der Stadt Erkrath im Bürgerhaus auf der Sedentaler Straße 105 im Stadtteil Hochdahl und im Kaiserhof auf der Bahnstraße 2 im Stadtteil Alt-Erkrath bieten mehr als „nur“ die Ausleihe von Büchern an (zum Beispiel auch Hörbücher, Spiele, Filme, Musik). Ist der Weg zur Bücherei zu weit, können Sie auch die BIBNET-Onleihe als digitales Angebot nutzen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Stadtbücherei Erkrath.

Verschenken

Die „Givebox“

An der Caritas Begegnungsstätte in der Gerberstraße steht eine sogenannte Givebox. Hier kann jeder kleine Gegenstände geben und nehmen, die zum Wegwerfen viel zu schade sind.

Das „Kreativ Regal - tauschen und teilen“

In den Stadtbüchereien im Kaiserhof und im Bürgerhaus Hochdahl ist das „Kreativ Regal“ gefüllt mit Materialien zum Handarbeiten und Basteln. Wer brauchbare Reste hat, gibt sie dort ab. Wer etwas sucht, nimmt es sich mit. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Online-Tauschbörse „Wohindamit?“

Hier kann bundesweit gestöbert und kostenlos inseriert werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Offene Bücherregale

An vielen Stellen im Stadtgebiet, zum Beispiel im Eingangsbereich des Baviercentes in Alt-Erkrath oder des Edeka-Centers in Hochdahl, werden offene Bücherregale angeboten. Hier kann jeder seinen Lesestoff teilen.

Nahrungsmittelverschwendung stoppen

Im Durchschnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr 82 Kilogramm Lebensmittel im Wert von über 200 Euro in den Müll.

Der größte Anteil davon sind Obst, Gemüse und Backwaren. Zu diesen erschreckenden Zahlen kam 2012 eine Studie der Universität Stuttgart im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Bei der Erzeugung der Nahrungsmittel, bei der Lagerung und Verarbeitung, beim Transport und im Handel und schließlich auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu Hause werden natürliche Ressourcen (Boden, Wasser, Energie) beansprucht. Wenn die Lebensmittel nicht verzehrt, sondern entsorgt werden, gehen diese Ressourcen sinnlos verloren. Auch ethisch und sozial ist Lebensmittelverschwendung nicht vertretbar.

Die Europäische Union hat daher 2012 das Ziel formuliert, europaweit die Menge der unnötig weggeworfenen Lebensmittel um 50 Prozent zu verringern. Dafür werden Handlungsempfehlungen an Erzeugerinnen und Erzeuger, Herstellerinnen und Hersteller sowie den Handel erarbeitet.

Als letztes Glied in der Kette steht der private Haushalt. Hier entstehen in Deutschland laut Forschungsbericht 61 Prozent aller Lebensmittelabfälle.

Von den errechneten durchschnittlichen 82 Kilogramm Lebensmittelabfällen pro Kopf und Jahr ist ein Anteil nicht vermeidbarer Abfälle wie Knochen und Schalen abzuziehen. Teilweise vermeidbar wären Abfälle, die sich aufgrund bestimmter Gewohnheiten ergeben, zum Beispiel abgeschnittene Brotrinde und Apfelschalen. Ein großer Anteil entfällt laut einer Studie des Fraunhofer Instituts von 2014 allerdings tatsächlich auf vermeidbare Abfälle. Dies sind Nahrungsmittel, die noch uneingeschränkt zum Verzehr geeignet sind oder bei rechtzeitigem Verbrauch geeignet waren.

Tipps gegen Lebensmittelverschwendung im Haushalt

  • Erst planen, dann kaufen. Prüfen Sie vor dem Einkauf Ihre Vorräte.
  • Kaufen Sie nur so viele Lebensmittel, wie auch verbraucht werden können, bevor sie verderben.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. In der Regel sind die verpackten Lebensmittel auch nach dem aufgedruckten Datum noch verzehrfähig.
  • Beachten Sie zu Hause die Temperatur- und Lagerhinweise von verpackten Lebensmitteln.
  • Lagern Sie Produkte, die schnell aufzubrauchen sind, ganz vorne im (Kühl-)Schrank. Das schafft mehr Überblick.
  • Werden Sie kreativ – planen Sie die Resteverwertung in Ihre Küche ein.
  • Kaufen Sie (so oft es Ihnen möglich ist) Obst und Gemüse frisch und unverpackt, zum Beispiel auf dem Markt oder in Hofläden, passend zur Saison und aus der Region.