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10.11.2019

Antwort des Bürgermeisters auf die Hoppeditzrede

Die diesjährige Erwiderung des Bürgermeisters zum Hoppeditz

Guten Tag und Helau ruf ich ganz bescheiden,
könnt schöner als hier mir die Zeit nicht vertreiben.
Willkommen zurück, liebe Hoppeditz-Frau,
dein Werk hatte Witz und zeigt, du bist schlau.

Mit scharfer Zunge und zwei guten Augen
sagst du uns, was wir hier alle so taugen.

Ich guck auf den Kalender und seh eine Zehn.
Kann es sein, dass wir nen Tag zu früh hier stehn?
Am elften elften wachst du doch auf nach der Tradition,
aber ich bin noch verwirrt von der Zeitumstellungsdiskussion.

Erst hü, dann hott und nun doch Winterzeit,
Ich bin das Geplärr darum einfach jetzt leid.
Und wisst ihr was? Das Leben feiern kann man immer,
nur ohne euch Jecken wär´s Leben schlimmer.

Im letzten Jahr haben wir im Stau auf der Kreuzstraß gelitten.
Doch was hat die Landeshauptstädter denn jetzt geritten?
Den Diesel retten und das Klima schützen wollen sie nur,
und produzieren den Megastau mit der Umweltspur.

Wir in Erkrath könnten sagen: da sind wir fein raus.
Doch wär´s glatt gelogen, wir spüren auch die Staus.
Bei uns heißt das Motto: Onse Stadt steht Kopp.
Aber in Düsseldorf, da sin se bekl…

Mit so ner Umweltspur ist es nicht getan,
der Klimaschutz fängt im Kleinen an.
Energieverbrauch und Müll wollen wir vermeiden,
damit die Umwelt muss weniger leiden.

So will der Umweltfreund CO2 sparen
Und entscheidet sich, mit der Bahn zu fahren.
Dann kommt er zum Gleis und sieht voller Schreck,
die S8 fällt aus – ja simmer hier jeck?

Wie wollen wir denn über die Mobilität der Zukunft sprechen,
wenn die Bahn schon heut nicht hält ihr Fahrplan-Versprechen?
Ne ne, wenn de das siehst, da wirste bekloppt.
Und rufst zurecht: Onse Stadt steht Kopp!

Doch nun schweif ich ab zur Politik in der Welt,
die uns nun ehrlich gesagt nicht mehr gefällt.
Zu Brexit, Syrien, Erdogan gibt es nur zu sagen:
Das alles ist ja nicht mehr zu ertragen.

Und Europa bekleckert sich nicht mit Ruhm,
fällt eher auf durch ihr Schweigen und Nichtstun.

Im nächsten Jahr stellt sich zur Wahl wieder wer,
doch niemand von uns kennt schon seinen Gegner.
Ich hoffe, er wird hochkant gejagt und gewählt raus,
na wer wohl? Der große Mann im Weißen Haus.

Auch ich stelle euch nächstes Jahr die Frag,
ob ihr verlängert meinen Arbeitsvertrag?
Der ist nur befristet und die Zeit läuft bald ab,
doch keine Bange, ich mach noch nicht schlapp.

Eine Wahl ist doch wie ein Zeugnis in der Schule,
war ich der Streber, der Faule oder Coole?
Ihr werdet´s im September mir sagen,
ob wir zusammen noch ein paar Jahr´ wagen.

Denn viel zu tun, das gibt es in unserer lieben Stadt,
die wohl genügend der Aufgaben hat.
Vom Feuer in Kita und Schule habt ihr gehört schon,
die bösen Buben erwarten vor Gericht ihren Lohn.

Frau Hoppeditz, du beklagst den Dreck in der Stadt,
ja, den habe auch ich ziemlich satt.
Von Rat oder Verwaltung hab ich noch keinen können fassen,
der seinen Dreck auf der Straße hat hinterlassen.

Will sagen, es sind leider die unsichtbaren anderen,
die unser Stadtbild tagtäglich verschandeln.
Doch kann man es melden per Telefon oder Mail,
dann verschwindet der Müll durch Zauberhand schnell.

Vielleicht kommt bald auch ne ganz tolle App dazu,
dann wird der Müll weniger, löst sich auf im Nu.
Lasst uns den Müllsündern laut und klar sagen STOP!
Sonst heißt es vor Dreck: Onse Stadt steht Kopp!

Frau Hoppeditz, du sagst, die Ludenberger Straße ist für Raser ein Genuss?
Na, zumindest für die roten Feuerwehrautos ist dort bald Schluss.
Das Tempo auf der Straße lasse ich mal testen,
vielleicht kürt die Polizei dann von den Rasern den besten?

Im Ernst, viele Autos fahren zu schnell, das ist klar,
weil die Fahrer vor Eile unterschätzen die Gefahr.
Ein Temposchild ist aufgestellt nicht aus Bosheit,
sondern zum Schutze unserer Sicherheit.

Genug, das bald fertige Gerätehaus freut mich sehr,
denn nichts wäre die Stadt ohne Feuerwehr.
Gebaut werden Schulen, Kindergärten und Feuerwachen,
damit Erkrath eine Zukunft hat und gut zu lachen.

Ein Bürgermeister, da sollte sich keiner vertun,
ist kein König der Stadt mit Krone und Ruhm.
Vielmehr ein Diener für alle, so kann man beschreiben,
den, der das Amt darf bekleiden.

Uns Jecken war das ja immer schon klar,
krönen wir doch unser eig´nes Prinzenpaar.
Sabine und Udo, die dort drüben hocken,
werden bald schon die ganz Stadt rocken!

Darauf können wir alle uns freuen,
denn beide werden Kosten und Mühen nicht scheuen,
zu sorgen für Spaß, Freud und Heiterkeit,
dafür machen wir uns heut schon bereit.

Nun komm ich zum Schluss, es ist so weit,
denn ihr wollt feiern die fünfte Jahreszeit.
Egal ob auf, vor oder hinter dem Thron,
ich wünsche uns allen eine tolle Session.

Und wenn ein Reim nicht so ganz hat gepasst,
so hängt mich nicht direkt an den nächsten Mast.
Frau Hoppeditz sag ich Dank für die guten Worte hier,
dank ihr stehen wir zusammen, trinken ein Bier.
Nun lasst uns fröhlich ein Glas noch heben,
und uns freuen über das schöne Leben!

Auf Erkrath und unsere Frau Hoppeditz ein dreifach
Erkrath Helau - Hoppeditz Helau - Erkrath Helau